CRM-Lösungen für den Maschinenbau – Branchenspezifische Anforderungen und Funktionalitäten

Ein Maschinenbau-CRM muss nicht nur Vertrieb und Kundenmanagement abdecken, sondern auch:

CRM-Lösungen für den Maschinenbau haben einige sehr spezifische Anforderungen und Funktionalitäten, die sie von generischen CRM-Systemen für den Handel oder den Dienstleistungssektor unterscheiden. Viele Fachbereichsleiter (z. B. Vertrieb, Service, Produktion) und IT-Leiter sind sich nicht immer bewusst, welche branchenspezifischen Funktionen sie tatsächlich benötigen oder wie ein CRM über den klassischen Vertrieb hinaus optimiert werden kann.


1. Branchenspezifische Anforderungen an ein Maschinenbau-CRM

Ein Maschinenbau-CRM muss nicht nur Vertrieb und Kundenmanagement abdecken, sondern auch:

Angebots- und Projektmanagement für komplexe Produkte

  • Maschinenbauunternehmen verkaufen keine Standardprodukte, sondern oft maßgeschneiderte Lösungen.
  • CRM muss Angebotskonfiguratoren (CPQ – Configure Price Quote) unterstützen, um komplexe technische Lösungen zu kalkulieren.
 

Langfristige Kundenbeziehungen & Lifecycle-Management

  • Maschinen haben lange Lebenszyklen (10–30 Jahre), sodass CRM eine Historie über Jahre/Jahrzehnte speichern muss.
  • Wartungspläne, Upgrades und Ersatzteile müssen im CRM direkt verwaltet werden.
 

After-Sales & Predictive Maintenance

  • CRM muss sich mit IoT-Daten verbinden, um Predictive Maintenance zu ermöglichen.
  • Service- und Wartungseinsätze müssen direkt geplant und automatisiert gesteuert werden können.
 

Integration mit ERP, CAD und PLM

  • Stücklisten (BOM – Bill of Materials) oder Zeichnungen aus dem CAD-System müssen in das CRM eingebunden sein.
  • Angebotsprozesse erfordern enge Verzahnung mit ERP (SAP, Microsoft Dynamics, etc.).
 

Anlagen- und Maschinenakte (Digitale Twin-Integration)

  • Alle Maschinen müssen eine eigene digitale Akte mit Historie, Ersatzteilen, Wartungsberichten und Spezifikationen haben.
  • Verbindung mit Digital Twin-Modellen zur Echtzeit-Überwachung.
 

Komplexe Service- und Vertragsverwaltung

  • CRM muss Wartungsverträge, SLAs (Service Level Agreements) und Garantiezeiten verwalten.
  • Automatische Erinnerungen und Eskalationsstufen für auslaufende Verträge oder anstehende Wartungen.
 

Ersatzteil- und Logistikmanagement

  • CRM sollte Ersatzteilbestände, Lieferzeiten und Bestellvorgänge direkt integrieren.
  • Predictive Maintenance kann automatisch Ersatzteile vorschlagen.
 

Schnittstellen zu Kundenportalen & Self-Service-Funktionen

  • Kunden können Maschinenhistorie, Handbücher, Anleitungen oder Support-Anfragen über ein Portal abrufen.
  • Automatisierte Ersatzteilbestellung oder Serviceanfragen über IoT-Anbindung.
 

2. Unterschätzte CRM-Funktionalitäten im Maschinenbau

Viele Fachbereichs- und IT-Leiter sind sich folgender Spezialfunktionen nicht bewusst oder unterschätzen deren Potenzial:

🔸 Technische Angebotskonfiguration & Variantenmanagement

  • Viele Standard-CRMs haben einfache Angebotsfunktionen – aber ohne echte Maschinenbau-spezifische Konfiguration.
  • CPQ-Integration (z. B. mit Tacton oder camos) ist essenziell, um maßgeschneiderte Angebote effizient zu erstellen.
 

🔸 Kombination von Vertrieb & Service (Cross-Selling & Upgrades)

  • Ein CRM sollte nicht nur Vertrieb abdecken, sondern auch Service & Wartung als Vertriebshebel nutzen.
  • Service-Daten können genutzt werden, um neue Upgrades oder Retrofit-Angebote zu erkennen.
 

🔸 Automatische Lead-Generierung aus Servicefällen

  • Kunden mit häufigen Reparaturen könnten ein Upgrade benötigen – das CRM kann automatisch Vertriebschancen generieren.
  • Integration mit IoT kann potenzielle Probleme melden, bevor der Kunde den Support kontaktiert.
 

🔸 Intelligente Preisgestaltung für Ersatzteile & Services

  • Viele Maschinenbauunternehmen nutzen pauschale Preismodelle für Ersatzteile, obwohl eine dynamische Preisgestaltung (basierend auf Marktdaten & Maschinenalter) möglich wäre.
  • Ein CRM könnte intelligente Preisempfehlungen für Ersatzteile und Wartungsverträge bieten.
 

🔸 Service-Optimierung durch KI & Machine Learning

  • Predictive Analytics könnte Serviceeinsätze priorisieren und automatisch Ressourcen planen.
  • KI-gestützte Chatbots für technische Fragen könnten Supportaufwände reduzieren.
 

🔸 Verknüpfung mit IoT- & Industrie 4.0-Daten

  • Viele Unternehmen nutzen CRM nur für klassische Kundenkontakte, aber nicht für IoT-Daten aus der Produktion.
  • Ein modernes Maschinenbau-CRM könnte Sensorwerte von Maschinen nutzen, um präventive Wartung vorzuschlagen.
 

🔸 Automatische Vertragsverlängerungen & SLA-Management

  • Viele Unternehmen verpassen es, Serviceverträge rechtzeitig zu verlängern oder Upgrades aktiv anzubieten.
  • Ein CRM kann automatisch Verträge tracken und Verlängerungsangebote generieren.
 

3. Fazit: CRM im Maschinenbau ist mehr als nur Vertrieb

Viele Unternehmen nutzen CRM primär als Vertriebstool, obwohl es ein mächtiges Werkzeug für Service, Predictive Maintenance, Ersatzteilmanagement & Automatisierung sein kann.

  • Maschinenbau-CRMs sollten komplexe technische Produkte, lange Lebenszyklen & Serviceintegration berücksichtigen.
  • Fachbereiche & IT-Leitung sind sich oft nicht bewusst, wie stark ein CRM mit IoT, CAD, ERP & Service-Tools integriert sein sollte.
  • KI, Predictive Maintenance & Digital Twin-Technologien können ein CRM im Maschinenbau revolutionieren.
 

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