Der KI-Goldrausch und die harte Wahrheit!

Mit der SBS-Plattform von genPsoft sind Unternehmen in der Lage, innerhalb weniger Wochen: die vollständige digitale Zeiterfassung weltweit auszurollen, Einsätze projektgenau zu dokumentieren, Nachweise direkt im Kundenportal bereitzustellen, und alle Daten nahtlos in HR- & Abrechnungssysteme zu integrieren.

Der KI-Goldrausch und die harte Realität: Warum Tech-Tiefe siegt und wie echte Experten den Marktlärm durchbrechen

Von Michael Franke (Gen-P-Soft)

Wir erleben gerade das digitale Äquivalent des Goldrausches von 1849. Doch statt Schaufeln werden ChatGPT-Prompts verkauft. Jeden Tag ploppen auf LinkedIn Dutzende neue „AI Agencies“ und „KI-Berater“ auf. Das Versprechen: Wir automatisieren dein Unternehmen in 24 Stunden.

Die Realität? Ernüchterung.

Als jemand, der tief in der Softwarearchitektur verwurzelt ist, sehe ich eine gefährliche Entwicklung: Eine Flut von Anbietern ohne fundamentale Software-Entwicklungserfahrung (Software Engineering). Dieser Artikel beleuchtet die massiven Hürden für diese „No-Code-Glücksritter“ und zeigt auf, wie fundierte IT-Dienstleister genau jetzt strategisch vorgehen müssen, um im globalen Marktlärm die richtigen Kunden zu gewinnen.


Die „Wrapper-Falle“: Herausforderungen für KI-Agenturen ohne Dev-Background

Es ist leicht, eine Demo zu bauen, die auf einer No-Code-Plattform wie Zapier oder Make basiert und OpenAI antippt. Es ist jedoch eine völlig andere Disziplin, eine Enterprise-Lösung zu bauen. Hier laufen Agenturen ohne tiefgreifende Coding-Skills (Python, Docker, Cloud-Infrastructure, Vector-Databases) zwangsläufig vor die Wand.

1. Die Integrations-Hölle

Unternehmen bestehen nicht aus isolierten Chatbots. Sie bestehen aus komplexen, oft veralteten Legacy-Systemen (ERP, CRM, SQL-Datenbanken). Wer nicht versteht, wie man eine sichere API-Architektur baut oder Middleware schreibt, kann KI nicht in die Wertschöpfungskette integrieren.

2. Datenschutz und Security

Ein „GPT-Wrapper“ ohne Verständnis für Data Governance ist ein Sicherheitsrisiko. Echte Softwareentwicklung bedeutet heute „Security by Design“. Wer nicht weiß, wie man Daten anonymisiert, bevor sie an ein LLM (Large Language Model) gesendet werden, handelt grob fahrlässig – besonders im DSGVO-Raum.

3. Die Kostenfalle und Skalierung

Ein Prototyp ist billig. Eine Anwendung, die tausende Anfragen parallel verarbeitet, muss optimiert sein. Ohne Kenntnisse in Caching-Strategien, Token-Optimierung und Latency-Management explodieren die API-Kosten der Kunden, während die Performance in den Keller geht.

Fazit: Der Markt wird sich bereinigen. Kunden werden merken, dass eine „schöne Demo“ kein stabiles Softwareprodukt ist.


Strategien für fundierte Anbieter: Wie man den Lärm durchbricht

Für echte Softwarehäuser und tief technische KI-Experten ist die aktuelle Situation paradox: Sie haben die Kompetenz, gehen aber im Geschrei der Marketing-Profis unter. Um jetzt erfolgreich Leads zu generieren – auch global –, bedarf es einer Anpassung der Akquise-Strategie.

1. Radikale Spezialisierung statt „KI für Alles“

Der Markt für „Allgemeine KI-Beratung“ ist tot, weil er übersättigt ist.

  • Falsch: „Wir helfen Unternehmen, effizienter zu werden durch KI.“

  • Richtig: „Wir automatisieren die Schadensregulierung für Versicherungen mittels lokaler LLMs und Python-basierter OCR.“

Sie müssen ein spezifisches, teures Problem lösen, das technisches Verständnis erfordert. Das schreckt die „Glücksritter“ ab und zieht qualifizierte Kunden an.

2. „Proof of Competence“ statt Hype-Marketing

Verzichten Sie auf futuristische Stock-Fotos von Robotern. Nutzen Sie Ihre technische Tiefe als Marketing-Asset.

  • Veröffentlichen Sie Case Studies, die Architektur-Diagramme zeigen.

  • Schreiben Sie über Edge Cases, die Sie gelöst haben.

  • Zeigen Sie Code-Snippets oder GitHub-Repositories. CTOs und Entscheidungsträger kaufen Kompetenz, keine Buzzwords.

3. Global denken: Die Sprachbarriere existiert nicht mehr

Code ist international. Wenn Sie eine nischige technische Lösung haben (z.B. KI in der Logistik), beschränken Sie sich nicht auf DACH.

  • Erstellen Sie englischsprachigen Content.

  • Nutzen Sie Plattformen wie Clutch oder spezialisierte Tech-Verzeichnisse.

  • Gehen Sie dorthin, wo der Schmerz am größten ist – oft in den USA oder Asien, wo die Adaptionsrate schneller ist.

4. Outbound mit Substanz

Kalte Akquise funktioniert, aber nicht mit generischen Nachrichten. Wenn Sie einen potenziellen Kunden (Lead) identifiziert haben, analysieren Sie dessen Tech-Stack (z.B. mit Tools wie BuiltWith) und bieten Sie einen konkreten Ansatzpunkt: „Ich sehe, Sie nutzen Salesforce Commerce Cloud. Wir haben ein Modul entwickelt, das dort die Retourenquote mittels KI vorhersagt.“


Der fehlende Baustein: Positionierung und Vertriebssystematik

Wir Techniker machen oft einen Fehler: Wir glauben, dass gute Arbeit sich von selbst verkauft. Das ist eine Illusion. Gerade in einem lauten Markt gewinnt nicht immer das beste Produkt, sondern das am besten kommunizierte Angebot.

Viele IT-Unternehmer sind exzellent im Delivery, aber unsicher in der Skalierung des Vertriebs. Hier reicht es nicht, „ein bisschen SEO“ zu machen. Es braucht eine systematische Maschine zur Neukundengewinnung.

Hier kommt eine Empfehlung, die ich aus voller Überzeugung ausspreche: Thomas Klein.

Thomas ist kein typischer „Coach“, der generische Weisheiten verbreitet. Er ist ein langjähriger Experte, der sich spezifisch auf die Neukundengewinnung, Positionierung und Skalierung von IT-Unternehmern spezialisiert hat. Er versteht die Sprache der Softwarebranche und weiß genau, wie man technische Expertise in eine unwiderstehliche Marktposition übersetzt.

Wer als fundierter KI- oder Software-Anbieter nicht mehr gegen billige Konkurrenz pitchen will, sondern Premium-Preise durchsetzen und systematisch wachsen möchte, sollte sich seine Strategien ansehen.

Mein Rat: Konzentrieren Sie sich auf Ihre technische Exzellenz (den Code), aber holen Sie sich für den Marktangriff (den Vertrieb) die beste Expertise an Bord.


Nächster Schritt für Sie?

Hinterfragen Sie Ihre aktuelle Außenwirkung: Klingt Ihre Website wie ein generischer KI-Berater oder wie ein spezialisiertes Software-Haus? Die Antwort darauf entscheidet über Ihre Pipeline in 2026.

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